Oktober/November: Öffentliche Vorträge in Wien und München

Wo immer auf unserem Planeten ein Ökozid geschieht: Er geht uns alle an. Wir oder unsere Kinder und Kindeskinder sind davon betroffen.

Im Oktober und November finden in Wien und München mehrere öffentliche Vorträge mit Julika Dittrich statt, die zu den Inhalten, Zielen und Hintergründen der Ökozid-Initiative (Eradicating Ecocide Global Initiative) informieren. Julika Dittrich ist deutsche Juristin, seit Ende 2010 für die Eradicating Ecocide Initiative tätig und leitet zurzeit die Aktivitäten der Initiative im deutschsprachigen Raum.

Wien: 20.Oktober und 21.November

München: 13. und 14.November

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. In einigen Fällen ist eine Voranmeldung nötig. Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier.

„Es gibt keinen Planeten B”- Internationale Strafbarkeit des Ökozids im Wahlprogramm der Grünen Österreich

„Es gibt keinen Planeten B”- Internationale Strafbarkeit des Ökozids im Wahlprogramm der Grünen Österreich

Mit ihrem Wahlprogramm für die nächste Legislaturperiode setzendie Grünen in Österreich ihr Engagement für eine internationale Strafbarkeit des Ökozids fort. Ein Entschließungsantrag der Grünen vom April diesen Jahres fordert die Bundesregierung bereits auf, sich für die Strafbarkeit des Ökozids als Völkerrechtsverbrechen einzusetzen und den Prozess bei den Vereinten Nationen anzustoßen.

Helfen Sie uns, möglichst viele Politkerinnen und Poliker in Österreich für die Verwirklichung dieses Anliegens zu gewinnen! Schreiben Sie an die/den UmweltsprecherIn der Parteien, den Bundeskanzler und/oder den Außenminister und bitten Sie sie/ihn, sich für die internationale Strafbarkeit des Ökozids als Völkerrechtsverbrechen einzusetzen. Besonders vor der kommenden Nationalratswahl im September 2013 ist dies eine gute Möglichkeit, Ihre/n Abgeordneten auf Umweltthemen zu lenken oder sie/ihn auf das Thema aufmerksam zu machen.

Ihnen fehlt der Überblick? – Das neue FACT SHEET ist da!

Informieren Sie sich selbst und andere – lesen und verbreiten Sie unser aktuelles Fact Sheet! Auf zwei Seiten fasst das Fact Sheet die wichtigsten Information zusammen. Das Fact Sheet wird unter anderem vom EU-Umweltbüro herausgegeben und kann hier heruntergeladen werden.

Was können Sie noch tun? – Avaaz- Petition in Österreich

Haben Sie schon die aktuelle Avaaz-Petition in Österreich unterschrieben?

Mit einer Avaaz-Bürgerpetition können in Österreich auch Bürgerinnen und Bürger die Bundesregierung aufrufen, sich bei den Vereinten Nationen (UNO) für die internationale Strafbarkeit schwerer Umweltverbrechen einzusetzen. Die Petition können Sie hier unterschreiben.

Gib der Erde mehr Gewicht – Design Studenten werben erfolgreich für ein Ende des Ökozids

Gib der Erde mehr Gewicht – Design Studenten werben erfolgreich für ein Ende des Ökozids

Es ist Sommer und damit die Zeit der Festivals, Straßen- und Sommerfeste. Sie wollen das schöne Wetter nutzen und sich engagieren? Sie wissen nur nicht wie und brauchen einfach ein paar Ideen? Design Studentinnen und Studenten der FH Salzburg beschäftigten sich ein Semester lang mit der Frage, wie sie die Öffentlichkeit für eine Strafbarkeit des Ökozids mobilisieren können. Im Mittelpunkt stand bei den jungen Designern die Werbung für die Unterschriftensammlungen verschiedener Bürgerinitiativen zum Ökozid. Vor allem für die noch bis Januar 2014 laufende Unterschriftensammlung der Europäischen Bürgerinitiative „Stoppen wir den Ökozid in Europa“ wurden zahlreiche Projekte entwickelt.

Also –  Lust, sich zu engagieren? Viele der entwickelten Ideen lassen sich ganz einfach umsetzen. Anleitungen und Materialien finden Sie hier.

Wiener Menschenrechtskonferenz „Vienna+20 – Menschenrechte in der Krise“ fordert Strafbarkeit schwerer Umweltverbrechen

Die Menschenrechtskonferenz „Vienna+20-Meschenrechte in der Krise“ hat unseren Beitrag aufgenommen und die strafrechtliche Verfolgung des Ökozids zu einem Anliegen der Völkergemeinschaft erklärt.

Umweltschutz und Menschenrechte gehen Hand in Hand.  Ohne einen konsequenten Schutz unserer Umwelt ist auch die Verwirklichung wichtiger Menschenrechte nicht möglich. Hierzu gehören unser Recht auf Nahrung und Gesundheit und ganz grundlegend unser Recht auf Leben.

Die enge Verbindung von Menschenrechten und Umweltschutz betonte auch die Menschenrechtskonferenz der Zivilgesellschaft Vienna+20 CSO Conference. Mehr als 140 Vertreter nationaler und internationaler Organisationen der Zivilgesellschaft (CSOs) nahmen an der Menschenrechtskonferenz der Zivilgesellschaft Vienna+20 CSO Conference am 25. Und 26.Juni in Wien teil und diskutierten an zwei Tagen einen bereits  im Vorfeld erarbeiteten Forderungskatalog der Zivilgesellschaft. Das Ergebnis wurde mit  der Abschlusserklärung (Vienna+20 Declaration) am 26.Juni offiziell verabschiedet. Die Vienna+20 Declaration zum Download gibt es hier.

Die Vienna+20 Declaration macht einmal mehr deutlich, dass die Verwirklichung von Menschenrechten auf eine intakte Umwelt angewiesen ist und Menschrechtsschutz und Umweltschutz nicht getrennt betrachtet und verfolgt werden können. In mehreren Punkten fordert die Abschlusserklärung die Umsetzung wichtiger umweltpolitischer Ziele als Voraussetzung für einen effektiven Menschenrechtsschutz. Zu den konkreten Forderungen der Vienna+20 Declaration gehört unter anderem die Stärkung bzw. Einführung von Rechenschaftspflichten und Partizipationsrechten, die konsequente Verfolgung von Umweltverbrechen und die Erklärung des Ökozids zu einem Völkerrechtsverbrechen.

Wir bedanken uns bei allen, die uns die Teilnahme an der Konferenz ermöglicht haben.

Österreich soll Umweltverbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof klagbar machen

Freda Meissner-Blau, Anwältin Polly Higgins und Greenpeace-GF Alexander Egit fordern Ökozid-Gesetz anlässlich der ERDgespräche in der Wiener Hofburg.

Wien (OTS) - Österreich soll die Initiative für ein internationales
Ökozid-Gesetz ergreifen. Diese Forderung formulierten heute Anwältin
Polly Higgins, Grünen-Gründerin Freda Meissner-Blau und
Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit im Rahmen einer
Pressekonferenz anlässlich der sechsten ERDgespräche in Wien.

Ökozid (engl. Ecocide) bezeichnet die Zerstörung von Ökosystemen
durch menschliches Handeln (z.B. Folgen der Ölförderung im Nigerdelta
oder in der Arktis) und soll als fünftes Verbrechen gegen den Frieden
beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) einklagbar werden. Um
die vier bestehenden Verbrechen gegen den Frieden um den Ökozid zu
erweitern muss vorerst nur ein einziger Vertragsstaat einen
Änderungsvorschlag unterbreiten. Für eine Änderung benötigt es eine
Zweidrittelmehrheit unter den 121 Vertragsstaaten. Österreich soll
eine entsprechende Änderung des Rom-Statuts und eine Versammlung der
Unterzeichnerstaaten beantragen, fordert Higgins: “Das ist eine
historische Chance, Weitblick und Führungsqualitäten zu beweisen!”
Higgins sieht in Österreich aus mehreren Gründen einen potentiellen
Verbündeten: “Die Österreicherinnen und Österreicher haben mit ihrer
Stimme gegen die Atomkraft Verantwortung für die Natur bewiesen.
Gentechnisch veränderte Organismen sind hierzulande auch verboten.
Beides sind klassische Fälle von Ökozid.”  Wenn Österreich den Vorschlag einbringt, wird der Rest
der Welt folgen” so Higgins zuversichtlich.

Freda Meissner-Blau sieht im Ökozid-Gesetz die einzigartige
Chance, vielen umweltpolitischen Anliegen, für die sie sich seit
Jahrzehnten einsetzt, endlich einen rechtlichen Rahmen zu geben.
Meissner-Blau erwartet von den Grünen – nachdem sie mit dem
eingebrachten Entschließungsantrag im Parlament einen ersten Schritt
gesetzt haben – dass sie eine völkerstrafrechtliche Regelung des Ökozids zur Koalitionsbedingung
machen. “Für die Grünen muss ein ernstzunehmendes umweltpolitisches
Engagement Österreichs fixer Bestandteil eines Regierungsprogramms
sein.” Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit sieht alle Parteien
in der Pflicht, eine völkerstrafrechtliche Regelung zu unterstützen. “Österreich kann
in der internationalen Umweltpolitik wieder eine Vorreiterrolle
einnehmen”, sagt Egit.

 

Polly Higgins kommt zu den Erdgesprächen nach Wien: 16 .& 17.Mai 2013

Am Donnerstag, den 16.Mai 2013 wird Polly Higgins bei Österreich’s größte grüner Vortragsveranstaltung, den Erdgesprächen, auftreten.

Bereits zum 6.Mal finden in diesem Jahr die Erdgespräche unter dem Motto “Bottom up”statt. Neben Polly Higgins begeistern sie dort Tim Jackson, Bill McKibben, Alexander Egit und Harald Katzenschläger mit spannenden Vorträgen. Ein anschließnder Netzwerkabend bietet Möglichkeiten zum Austausch.

Für die Teilnahme an den Erdgesprächen können Sie sich hier anmelden!

Am Freitag den 17.Mai 2013 geht es weiter mit dem EARTHaction Workshop. Die Teilnehmer/innen verbringen einen Tag bei der oekostrom AG, um mit Polly Higgins weltverändernde Ideen rund um das Thema Ökozid zu entwickeln.

Anmeldung: global@neongreen.net

 

Die Grünen Österreich fordern Regierung auf, sich für die internationale Strafbarkeit des Ökozids einzusetzen

April 2013 – Mit einem Entschließungsantrag fordern die grünen Abgeordneten Christiane Brunner, Judith Schwentner und Eva Glawischnig-Piesczek die österreichische Bundesregierung auf, sich für die Anerkennung des Ökozids als Völkerrechtsverbrechen einzusetzen.

Einen entsprechenden Entschließungsantrag reichte die Nationalratsabgeordnete Christiane Brunner während der Nationalratssitzung Ende April ein. Der Antrag wurde dem Umweltausschuss zugewiesen, der hierzu weiter beraten wird. Konkret verlangen die Abgeordneten auf internationaler Ebene die Aufnahme des Ökozids als fünftes Verbrechen gegen den Frieden vorzuschlagen und sich für die Umsetzung einer internationalen Ökozid-Gesetzgebung einzusetzen.

Den Entschließungsantrag können Sie hier nachlesen.

Petra Bayr, Nationalratsabgeordnete, ruft zur Unterstützung der EBI “Stoppen Wir den Ökozid in Europa” auf!

Petra Bayr, Nationalratsabgeordnete (SPÖ), Österreich, ruft anlässlich des Tag des Wassers zur Unterstützung der EBI “Stoppen Wir den Ökozid in Europa” auf!

Bayr zum Tag des Wassers (21.März 2013): Verbrechen gegen die Umwelt müssen strafbar werden
EU-Bürgerinitiative zu Ökozid unterstützen

Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, dass viel zu viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben: “Fast 780 Millionen Menschen haben weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 3,4 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Folgekrankheiten von verunreinigtem Wasser.” Die Gründe für fehlendes Trinkwasser sind vielfältig. Einer ist Verunreinigung durch Unternehmen oder Organisationen, die meist ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen bleibt. Die Europäische BürgerInneninitiative “Stopp Ökozid” möchte das ändern. Sie hat zum Ziel, Verbrechen gegen die Umwelt, so genannten Ökozid, in einem ersten Schritt auf europäischer Ebene strafbar zu machen. ****

“Weil Verbrechen gegen die Umwelt nicht vor nationalen Grenzen halt machen, ist es wichtig, ein grenzüberschreitendes Instrument für den Umweltschutz zu haben”, ist Bayr von dem länderübergreifenden Ansatz überzeugt. Eine EU-weite Ökozid-Richtlinie wäre “ein guter Ausgangspunkt, Ökozid weltweit, also durch den Internationalen Strafgerichtshof”, verfolgen zu können, führt Bayr aus.

Die BürgerInneninitiative benötigt eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Mitgliedstaaten. Dann muss die Europäische Kommission den Vorschlag gründlich prüfen und gegebenenfalls reagieren.

Mehr Infos zur BürgerInneninitiative und die Möglichkeit diese zu unterstützen, finden Sie hier:  http://www.endecocide.eu/?lang=de