10 Gründe für ein Ökozid-Gesetz

10 GRÜNDE FÜR DIE INTERNATIONALE STRAFBARKEIT DES ÖKOZIDS

1. Eine strafrechtliche Regelung auf Völkerrechtsebene schafft einen starken Rechtsrahmen und weltweit einheitliche Rechtspflichten gegenüber der Umwelt.

2. Jeder, der Rechte über ein Territorium ausübt hat die Pflicht sicherzustellen, dass ihre/seine Handlungen nicht Ursache schwerer Umweltzerstörungen werden.

3. Das Völkerstrafrecht zieht natürliche Personen und nicht ‚fiktive‘ juristische Personen wie Unternehmen zur Verantwortung. Damit entkommt keiner der persönlichen Verantwortung für sein schädliches Tun oder Unterlassen.

4. Ein Internationaler Strafgerichtshof existiert bereits und damit eine Institution und ein rechtlicher Rahmen, der für die strafrechtliche Verfolgung des Ökozids eingesetzt werden kann.

5. Indem wir den Ökozid zur Straftat und seine Verursacher zu Straftätern erklären, schaffen wir das Verantwortungsbewusstsein bei potentiellen Tätern.

6. Die Verantwortlichen können sich nicht mit der Zahlung von Bußgeldern oder Schadensersatzzahlungen ihrer Verantwortung entziehen – ‚Kosten‘ die häufig von vornherein einkalkuliert und an den Konsumenten weitergegeben werden.

7. Die Strafbarkeit des Ökozids führt zu einer Verlagerung von persönlichen Interessen auf öffentliche, ökologische und gesellschaftliche Interessen.

8. Frieden. Ökozid ist ein Verbrechen gegen den Frieden. Die intensive Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch den Menschen führt zu der rasanten Beschädigung, Zerstörung und dem Verlust von Ökosystemen. Die Beschädigung und Zerstörung von Ökosystemen führt ihrerseits zu einem weiteren Ressourcenschwund, Konflikte und Kriege schließen sich an.

9. Mit der Beendigung des Ökozids beenden wir die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und

10. schützen die Rechte zukünftiger Generationen.